Schulung und Schleusenfahrt

  • Schulung 0314
  • Schulung 0316
  • Schulung 0333

An einem Freitagnachmittag im Mai fanden sich die Jugend und Neulinge der Merseburger Rudergesellschaft (12 Personen) im Bootshaus ein.

An diesem Nachmittag sollten wir über das Verhalten auf den Wasserstraßen geschult werden und am Sonnabend die Schleusen-Fahrt nach Leuna machen.

Im Klub führten uns Frau Bach und Philipp Suhl eine Präsentation zum Verhalten auf dem Wasser und ganz besonders in einer Schleuse vor. Zuerst kamen allgemeine Informationen über die Ruderfahrt, welche Gefährdungen es gibt, wie wir uns z.B. verhalten sollen, wenn wir umkippen (nämlich am Boot bleiben und versuchen ans Ufer zu gelangen, um dort wieder einzusteigen).

Als nächstes behandelten wir die wichtigsten Wasser-Verkehrszeichen, die man sich einprägen sollte, z.B. um nicht im ungünstigsten Fall in ein Wehr oder sogar „in einen Taucher“ zu geraten. Dabei hat uns das Zeichen für ''ich habe ein Taucher unter mir'' sehr angetan.

Natürlich durften neben den Wasser-Verkehrszeichen die Schifffahrtsregeln nicht fehlen, z.B. was die Bojen zu bedeuten haben und dass wir Ruderer besonders auf Segler achten sollen - aber auf der Saale findet man Segler ja zum Glück relativ selten. Zwischendurch konnten wir ein leckeren Bienenstich von Frau Richter essen und Cola oder Fanta trinken. Nach der Präsentation gab es einen kleinen Test (Auszüge aus der Steuer- und Obleuteprüfung), an dem sich alle beteiligten. Hier kamen nicht immer alle auf Anhieb zum richtigen Ergebnis. Es wurden oft viele Antworten ausdiskutiert – und jeder konnte dabei noch etwas lernen.

Nach dem Test ging es an das langersehnte Grillen, wo auch schnell ein Grillmeister (Thomas) und ein Vorkoster (Paul) gefunden wurden. Nachdem der Vorkoster sein ok: gegeben hat, wollten dann alle was Essen. Als wir alle mitten beim Essen waren, fing es an zu tropfen, aber wir blieben optimistisch, so zu sagen die Hoffnung stirbt zu Letzt, aber vom einen auf dem anderen Moment regnete es so stark, dass wir uns in den Aufenthaltsraum begeben haben. Leider blieben nur 5 Ruderer zum Übernachten im Bootshaus und redeten den Abend durch, bis so gegen 2.00 Uhr. Am nächsten Morgen kamen beim Frühstücken noch einige Ruderer, um sich an der Schleusenfahrt zu beteiligen.

Wir nahmen zu dieser Fahrt ein Zweier und ein Vierer, beides Gig-Boote. Die Fahrt ging Richtung Meuschau, wo auch die erste Schleuse ist. Als wir in die Schleuse hinein fuhren, bekamen Einige von uns ein mulmiges Gefühl, weil vom Ruderboot aus die Schleuse gigantisch aussieht. Nach der ersten Schleuse musste Philipp seinen Sitzplatz wegen eines kaputten Stemmbrettes wechseln - und zwar auf dem Wasser. Nach dem Sitzplatzwechsel von Philipp fuhren wir dann bis zum Freibad Leuna, wo wir uns dann mit selbst geschmierten Brötchen gestärkt haben. Nach einer langen Pause fuhren wir wieder zurück, aber nach der letzten Schleuse wehte uns ein kräftiger Gegenwind um das Boot. Zurück am Bootshaus angekommen, putzten wir alle die Boote und somit endet die Schleusenfahrt. Es hat uns allen viel Spaß gemacht und war zugleich lehrreich.

Matthias Baumgärtel  

 

< zurück