Fahrt ins „Blaue“

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1. Ins Museum "Gunzenhauser" in Chemnitz

2. Zur Kneipe mit Pfiff - "Zum Prellbock" - in Lunzenau

 

Die "Fahrt ins Blaue" war eigentlich nur ins Bläuliche, weil das Ziel zuvor bekannt gegeben wurde. Trotzdem sollte das, was uns dort erwartete, ja eine Überraschung bleiben. Also trafen sich am Samstag, den 04.06.2011 um 9°° Uhr, achtzehn unternehmungslustige, interessierte Ruderfreunde im Gewerbegebiet Meuschau, hinter dem Kaufhaus "Hammer", um per Auto gen Chemnitz zu starten. Traditionsgemäß wurden einige Fahrgemeinschaften gebildet. Wir sind ja umweltbewusst!

Unser erstes Ziel waren die Kunstsammlungen Chemnitz im Museum Gunzenhauser.

Im Jahr 2007 war das Museum mit Werken der klassischen Moderne, einer Stiftung des Münchner Galeristen Gunzenhauser  eröffnet worden. Dargestellt auf 4 Etagen in einem ehemaligen, umgebauten Sparkassengebäude Baujahr 1930 ! Das Gebäude erinnerte von außen an das Domstadtkino in Merseburg, also erst einmal wenig spektakulär. Toll war die Wirkung als modernes Museum im Inneren!

Als Sonderausstellung wurden zur Zeit gerade Werke von Otto Dix gezeigt. Künstlernamen wie: Lovis Corinth, Paula Modersohn-Becker, Gabriele Münter, Max Beckmann, Lyonel Feininger, Otto Kokoschka, August Macke uva., sowie deren Gemälde, wurden uns wieder in Erinnerung gebracht. Bei einem Eintrittspreis von 4,- € / Pers. bekamen wir eine hoch-interessante Führung durch eine sehr engagierte junge Frau.

Da das Museum aber erst 11°°Uhr öffnete, war die Zeit fürs Museum auf 2 Stunden begrenzt, um unser Mittagessen noch zu angemessener Zeit in Lunzenau einnehmen zu können.

Hatten wir im ersten Teil unseres Ausfluges etwas für die `Bildung` getan, so sollte der zweite Teil mehr dem Vergnügen dienen. Also auf nach Lunzenau. Die `Kneipe mit Pfiff`- könnte man auch als kleines Eisenbahnmuseum bezeichnen. Wer in die Kneipe kommt, steht schon mitten drin. Dort findet man neben unzähligen Eisenbahnermützen aus aller Welt - deshalb scherzhaft auch "Frohe und Hanselstadt Groß-Mützenau" genannt - Inventar aus Zeiten, in denen auch bei der Bahn noch vieles in Handbetrieb lief. Bei Lehmann`s isst man zwischen Bahnschildern, Fahrkartenschaltern, Signalen, Kartenlochern und -druckern, Bahnhofsuhren, diversen anderen Bahnutensilien oder im halbschattigen Garten der Bahnhofswirtschaft an der Mulde.

Der Chef, Herr Lehmann, führte uns auf humoristische Art durch sein Reich. Man musste ihm gut zuhören, um die Pointen zu erfassen.

Er zeigte uns noch die Besonderheiten auf dem kleine Gelände, wie: die kleinste Bibliothek in einer Telefonzelle, ein Wartehäuschen, eine kleine Rangierlok mit Prellbock, einen Bahnsouvenirladen und das einzige Kofferhotel der Welt. In dem Wartehäuschen finden auch Wechselausstellungen statt mit entsprechenden Vorträgen. Es beherbergte gerade Bilder von Klaus Ensikat - bekannt vom Eulenspiegel. Weitere Besonderheiten: Weihnachtsmarkt findet schon im September statt! Im Dezember wäre das zu normal! Die hauseigene Zeitschrift heißt "Lokpfogel".  Für Interessenten:   http://www.prellbock-bahnart.de/.

So klang der Ausflug bei leckerem Essen und guter Laune aus. Wir hoffen, es war für Jeden etwas Lohnendes dabei!                                               

Marlies und Dieter Schweda

 

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