Großwanderfahrt - Mecklenburger Seen

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Für unsere Großfahrt 2011 hatten wir zwei Auswahlmöglichkeiten: Eine Fahrt auf Saale - Elbe - Havel bis Brandenburg oder wieder als Ruderlager in Mecklenburg/Großmenow. Wir entschieden uns für das Mecklenburger Ruderrevier. Das Quartier war uns von 2009 bekannt. Da wir damals mit Übernachtung, Rudermöglichkeiten usw. sehr zufrieden waren, buchten wir für 14 Personen 8 Tage bei Familie Wedemeyer.

Nach einer angenehmen Fahrt konnten wir in Strasen im Hotel in aller Ruhe gut zu Mittag essen und anschließend das in unmittelbarer Nähe liegende Quartier beziehen. Wir hatten wieder die uns bekannten Zimmer und richteten uns häuslich ein. Nachmittag wurden die Boote am Strandbad der Gemeinde gelagert. Unsere Feldmäßig einfachen Lagerböcke wurden in die Erde geschlagen und 4 Boote lagerten ordnungsgemäß in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Unsere Wirtsleute  waren nicht da, aber da Juliane und Markus Schäffer mit Familie schon 1 Tag früher angereist waren, konnten wir uns in aller Ruhe einrichten. 

Im Aufenthaltsraum war wieder ein Fässchen „Radeberger“ angesteckt und bald saßen wir zusammen, ließen uns das Abendessen schmecken und genossen ein kühles Bier. Wie immer haben wir uns für ein gemeinsames Frühstück und Abendbrot entschieden. Das hat sich in all den Jahren bei unseren Fahrten bestens bewährt, da alle in die Vorbereitung, das Ab-räumen sowie den Ein-kauf eingebunden waren. So ein Ruderlager hat den Vorteil, dass man nicht eine fest-gelegte Strecke rudern muss, sondern nach Witterung frei entschieden werden kann, wo es hingehen soll. Unser Standort ließ Fahrten in fünf verschiedene Richtungen zu. Die erste Fahrt am Sonntag ging bis Ende Wangnitzsee. Hier hatten wir in Erfahrung gebracht, dass sich ein Freizeitzentrum im ehemaligen Sägewerk etabliert hat. Im „Rudersport“ war annonciert worden, dass Übernachtungsmöglichkeiten und Ruderbootsverleih möglich sei. Das wollten wir erkunden, man weiß ja nicht wie man es einmal nutzen könnte.

Ein Ruderbootssteg war da, etwas wacklig aber benutzbar. Eine Gaststätte war ebenfalls vorhanden, ebenso ein Gebäude mit Zimmern und eine große Halle mit Ruderbooten. Gig-Zweier und Vierer waren vorhanden, ebenso einige Vierer von einem Berliner Verein, der sich hier im Stützpunkt eingerichtet hat. Die Heimleitung zeigte uns die Übernachtungsmöglichkeiten. Alles neu, sauber und zweckmäßig. Eine Möglichkeit hier ein verlängertes Wochenende zu rudern.

Sonntags konnten wir auch unsere sehr freundlichen Quartiereltern begrüßen und uns gleich anmelden für einen gegrillten Lachs sowie für eine Steakpfanne.

Das Wetter bestimmte unseren Ruderplan. Wir hatten das „Glück“, dass es teilweise sehr windig war und wir mit unseren Booten in der Nähe bleiben mussten.

Zwei größere Fahrten waren aber im Plan. Eine Fahrt nach Wesenberg über  den Priepertsee, durch die Dachbrücke, ein Stück Kanal. Eine Schleuse hielt uns etwas auf, da vor uns ein ganzes Rudel Doppelvierer mit Berliner Gymnasiasten schleusen wollte. Das Schleusen wurde da-durch zu einem besonderen Abenteuer. Blutige Anfänger und einige vorzeigbare Ruderer eiferten mit viel Geschrei um Gehier hatten wir in ErfahHör, denn sie wussten ja wie man ein Boot bei so einer Fahrt beherrscht. Einige wussten es und einige eben nicht, das erkannte man daran, dass sie unbedingt alle gemeinsam und quer in die Schleuse wollten.

Wir schlichen uns still und leise am Schluss in die Schleuse und nach einiger Zeit war auch das Hindernis genommen. Gott sei Dank fuhren sie in Richtung Neustrelitz und wir landeten im kleinen Hafen in Wesenberg. In der Nähe war ein Kiosk und unser Mittag war gerettet. Die Heimfahrt ging reibungslos vonstatten.

Die andere Fahrt war bis Ende Drewensee, mit ca. 30 km eine Tagesfahrt mit einer Rast auf einem Camping-platz, bei bestem Ruderwetter ein schönes Erlebnis. Ein Regentag musste auch überbrückt werden und so wurde eine Autofahrt nach Neustrelitz unternommen. Dort besichtigten wir die Stadt und auch ein Slawendorf, welches am Ufer des Sees originalgetreu aufgebaut war.

Die Hütten hinter den Palisaden waren alle belegt und dort wurden viele handwerkliche Berufe ausgeübt, so wie es in dieser Zeit notwendig war.

Wir suchten auch das Neustrelitzer Ruderbootshaus, mussten aber feststellen, dass an dieser Stelle ein Hotel mit dem Namen „Bootshaus“ stand. Dort haben wir zu Mittag gegessen. Wenn ich sage gut, dann werden zwei Teilnehmer protestieren, denn ihr Zander war nicht mehr frisch. Da es aber heller Mittag war, konnten wir nicht sehen ob er auch leuchtete.

Schnell gingen die sieben Tage vorüber, es waren ereignisreiche Tage, wechselhaftes Wetter, denn der Wind und Regen wies unseren Ruderdrang in die Schranken.

Alles geht zu Ende und darum wurde nach Verladen der Boote Abschied genommen. Eine schöne, etwas turbulente Fahrt war es 2011 und hat allen Spaß gemacht.

Dank an: Gabi, Wolfgang, Sigrid, Roland, Waltraud, Eva, Elke, Evi, Juliane, Markus, Erik und Norbert.     

Besonderen Dank an Ralf für seine Einsatzbereitschaft, mit seinem Auto die Bootstransporte zu den Wanderfahrten durchzuführen. Das ist für uns eine große Hilfe.

Eberhard Selle

 

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