Unser Bootshaus wurde 100 Jahre – ein Grund zum Feiern!

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Bereits im März 2011 begannen die Vorbereitungen zu unserem Sommerfest anlässlich der Einweihung unseres Bootshauses vor 100 Jahren. Der Termin war schnell gefunden – genau 100 Jahre nach der Einweihungsfeier war der 20. August wieder ein Sonnabend, so dass wir taggenau feiern konnten.

Von Anfang an war klar, dass diese Veranstaltung zusammen mit der Gaststätte organisiert und durchgeführt und sich über das Wochenende 20./21. August erstrecken sollte. Das kleine Organisationskomitee mit Ralf Selle, Wolfgang Schwarz und Gabriela Bach legte zusammen mit der Gaststätte die Schwerpunkte und Aufgaben bei der Gestaltung der  Veranstaltung fest.

Das Sommerfest sollte nicht nur Interesse bei unseren Vereinsmitgliedern finden, sondern unser Vereinsleben auch nach Außen bekannt machen – nicht zuletzt mit dem Ziel, neue Mitglieder zu werben.

Werbung – das Stichwort  - wurde in die Hand von Katrin Nieth mit ihrer Firma „Tunlichst“ gelegt. Wer im Sommer 2011 mit offenen Augen durch Merseburg ging, konnte es in Form von Werbeplakaten, Flyern sowie eines Standbildes an einer Giebelwand neben der Stadtverwaltung  beobachten.

Das Wetter hatte uns ja im Sommer 2011 nicht sehr verwöhnt. In der Vorbereitung des Festes wurde daher für fast alle Programmpunkte auch eine Schlechtwettervariante geplant. Aber wir hatten Glück – Tage vorher kündigte sich ein herrliches Sommerwochenende bei hochsommerlichen Temperaturen an. Bereits am Freitag vor dem Fest wurden durch die Kameraden der Feuerwehr ein großes Zelt und durch unsere Mitglieder weitere Partyzelte aufgebaut. Hier wollten wir doch auf Nummer Sicher gehen – wenn nicht gegen Regen, können sie uns ja vor Sonne schützen. Am Sonnabend strahlte unser Bootshaus bei herrlichstem Sonnenschein, ab Mittag füllte sich der Bootsplatz mit vielen aktiven und ehemaligen Ruderern sowie mit Gästen und Besuchern.

Zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung, welche musikalisch durch ein Bläserquartett begleitet wurde, stellte die Vereinsvorsitzende die interessante Geschichte und jetzige Bedeutung des Bootshauses für unseren Verein sowie für die Umgebung von Merseburg heraus. Sie dankte den Mitgliedern des Vereins für die vielen Arbeitsleistungen und das große Engagement bei der Sanierung und Erhaltung des Bootshauses, gerade auch in der Zeit seit der Widergründung der MRG.

Der Oberbürgermeister der Stadt Merseburg, als Schirmherr der Veranstaltung, schloss sich dem in seinem Grußwort an und würdigte unsere Arbeit. Er dankte den Mitgliedern der MRG, und dabei besonders Eberhard Selle, für die Leistungen und Unterstützung beim Erhalt des historischen Gebäudes und der gesamten Sportanlage.

Sein Dank galt auch den Betreibern der Gaststätte als beliebtes Ausflugslokal in Merseburg.

Anschließend wurde auf eine Bilderausstellung zur Geschichte des Bootshauses hingewiesen. Die Gestaltung der Ausstellung hatte Wolfgang Schwarz übernommen. Über beide Tage konnten sich nun die Gäste an modernen Schautafeln über den Werdegang des Bootshauses und des Geländes in einer sehr ansprechenden Form informieren. Bei den Fotos wurde größtenteils auf die Festschrift zum 100jährigen Jubiläum der MRG zurückgegriffen, in welcher bereits Eberhard Selle und Wolfgang Schwarz gerade zum Thema Bootshaus in mühevoller Kleinarbeit städtische und private Archive recherchierten.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Taufe unseres neuen C-Gig-Doppelzweiers ohne Steuermann. Durch den Oberbürgermeister wurde unser Boot mit viel Saalewasser und guten Wünschen auf den Namen „Merseburg“ getauft.

Das Boot konnte aus einer großzügigen Spende der Stiftung Zukunft Spergau und aus weiteren Spenden finanziert werden. Das Fest gab uns die Möglichkeit, gezielt Sponsoren für unsere Sportarbeit sowie die Erhaltung unserer Sportstätte anzusprechen. Im Ergebnis der Sponsorengewinnung durch unsere Mitglieder Wolfgang Schwarz und Dr. Lutz Kuhne erhielten wir finanzielle Zuwendungen oder materielle Unterstützung und Leistungen von: der Stadt Merseburg, den Stadtwerken Merseburg, der Saalesparkasse sowie der Volks- und Raiffeisenbank, dem Lions-Club, der Firmen MVV TREA Leuna, Bilfinger Industrieservice Nord GmbH, Kramer Bau, Fliesen Toni, ROTAN, Ineos und dem Fuhrbetrieb Marx.

Nach der Taufe erfolgte die „Große Auffahrt“, bei der auch unser neu getauftes Boot das erste Mal auf der Saale fahren konnte. Den üblichen Trubel vor solchen Auffahrten hatte Ralf Selle als Organisator gut im Griff. Nach geraumer Zeit konnte eine Flotte von Renn- und Gig-Booten vom Einer bis zu  unserem Achter die Saale stromabwärts fahren. Das Ufer am Bootshaus war dabei von den zahlreichen Gästen, Familienangehörigen, Freunden und – auf uns neugierig gemachten Besuchern – gesäumt. Auch der Oberbürgermeister und die Bürgermeisterin folgten unserer Einladung, gemeinsam mit uns zu rudern – und stiegen nach der offiziellen Auffahrt in den Achter mit ein. Der Spaß kam dabei für die Ruderer und sicher auch für die beiden Anfänger nicht zu kurz. Herrn Bühligen konnten wir ja bereits schon beim „Probetraining“ von der Schönheit unseres Sports begeistern. Er unternahm übrigens dann gleich am Sonntag eine weitere Rudertour mit uns auf der Saale.

Neben dem Trubel auf dem Wasser konnten sich die Gäste bis zum Abend auch an den Darbietungen der Vereine, welche unser Fest mit bereicherten, erfreuen. Die DRK/Wasserwacht Merseburg war dabei ebenso vertreten wie die Fachgruppe Ornithologie des Naturschutzbundes.

Für die Kinderbetreuung war mit Spielen und Kinderschminken gesorgt. Auf dem Wasser konnte in der Galeere des Netzwerk Geiseltal selber gerudert werden. Wer es gemütlicher mochte, konnte mit der „Wilma“ eine Saaletour unternehmen.

Die Frauen des Vereins bewiesen, dass sie nicht nur sportlich sondern auch kulinarisch auf der Höhe sind. Der Kuchenbasar machte nicht nur optisch einen guten Eindruck sondern bestach auch durch eine Vielzahl von Kuchenvarianten. Es war für jeden Geschmack etwas dabei. Das einzige Problem war, dass man beim besten Willen nicht schaffte, alles zu kosten. Der sehr gut besuchte Kuchenbasar, von den Frauen gut bestückt und betreut, trug mit seinen Einnahmen nicht unwesentlich zur Finanzierung des Festes bei.

Wem der Appetit mehr nach Deftigem stand, kam an den Ständen der Wirtsleute Wiensch auf seine Kosten, sie meisterten souverän den Ansturm der zahlreichen Gäste. Am Abend luden die Wirtsleute zum Tanz im Saal und auf der Terrasse ein.  Die Gäste der Tanzveranstaltung sowie diejenigen, die den Abend lieber in gemütlicher Plauderrunde am Feuerkorb auf der Wiese beendeten, konnten sich dann noch spätabends am Feuerwerk erfreuen, welches  Familie Wiensch anlässlich ihres 10-jährigen Gaststättenjubiläums veranstaltete.

Die Nacht war für alle kurz, denn am nächsten Morgen lud das Wirtsehepaar zum Familienfrühschoppen ein, ein Programmpunkt, den sie eigenständig organisierten und finanzierten. Der Wechsel von Musik vom Band und den musikalischen Darbietungen der Jagdhornbläsergruppe war eine gute Wahl. Leider haben in den Vormittagsstunden nicht so viele Besucher – und auch Mitglieder! – wie am Vortag den Weg ins Bootshaus gefunden. Hier wäre ein größerer Zulauf wünschenswert gewesen, denn es gab immer noch viel zu sehen oder auszuprobieren. Die Türen der Sporträume standen wieder allen „offen“ und auf der Saale waren unsere Mitglieder mit ihren Booten anzutreffen. Die „Wilma“ sowie die Galeere fuhren ihre Gäste bis in die Mittagsstunden. In den Nachmittagsstunden ging das große Aufräumen und Abbauen los – leider erwischte uns dann doch noch ein Regenschauer. Die Beteiligung unserer Mitglieder dabei war sehr gut, so dass zusammen mit dem Team der Gaststätte alles zügig beräumt werden konnte.

Zwei schöne und turbulente Tage gingen zu Ende, es wurde gerudert und gefeiert - zusammen mit unseren Familien und Freunden, ehemaligen Mitgliedern,  Repräsentanten unserer Stadt, und auch vielen interessierten Merseburgern und Gästen aus der Umgebung. Wir haben einer großen Öffentlichkeit unser aktives Vereinsleben näher gebracht. Die Einsatzbereitschaft und das Engagement der Mitglieder und der Organisatoren, die Zusammenarbeit mit unseren Wirtsleuten, ebenso die Unterstützung durch die genannten Vereine sowie die materiellen und finanziellen Unterstützungen der genannten Institutionen, Firmen und Mitglieder waren eine sichere Grundlage zum Gelingen des Festes.

Hierfür möchte ich mich bei ALLEN nochmals ganz herzlich bedanken

Gabriela Bach

 

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