Mitglieder pflegen Boote

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Da von unserem Bootspark,  der zur Zeit 41 ruderfähige Boote umfasst, erwartungsgemäß einige Boote mehr gerudert werden, ist natürlich die Beanspruchung stärker. Das macht sich in erster Linie am Lack, aber auch an kleineren Reparaturen bemerkbar. Wir besitzen in der Mehrzahl Kunststoffboote und nur einige Holzboote, hier überwiegen die Gigs. Bei diesen Holzbooten ist erfreulicherweise ein stärkerer Ruderbetrieb zu verzeichnen. Das ist sehr gut, hat aber zur Folge, dass der Verschleiß der Boote schneller sichtbar wird. Es zeigte sich nun,  dass hauptsächlich an den beiden C-Gig D2 „Naumburg“ und „Schönburg“ eine neue Lackierung dringend notwendig war, um größere Schäden zu vermeiden. Ebenfalls war der C-Gig D2m „Freyburg“ in Generalreparatur und sollte fertig gestellt werden. Eine größere Anzahl Skulls war ebenfalls in einem überholungswürdigen Zustand. Also war hier dringender Handlungsbedarf gegeben.

Bei den Senioren der Dienstagsmorgenruderer wurde von Eberhard Selle das Thema angesprochen und die Bitte um Mitarbeit bei der Bootsüberholung fand Anklang und wurde sogar erweitert auf eine Aktion für die gesamten Mitglieder des Vereins. Dieser Vorschlag fand natürlich im Vorstand offene Ohren.

Die Zustimmung dazu wurde freudig gegeben und Termin und Durchführung festgelegt. Ein Rundschreiben an alle Mitglieder, die altersmäßig dazu in der Lage waren, wurde jedem zugestellt mit der Bitte, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Zur Auswahl standen vorerst 5 Termine um jeden die Möglichkeit zu geben, zeitnah daran teilzunehmen. Wir wussten das diese 5 Termine nicht ausreichen würden um die Arbeiten fertig zustellen, es kam ja auf die Resonanz der Mitglieder an. Arbeit war genug vorhanden: „Freyburg“ – am Boot mussten einige Stellen an der Außenhaut flächig repariert werden, zum Teil morsche Stellen erneuert, mit Polyester verspachtelt, verschliffen und grundiert werden. Eine filigrane und zeitaufwendige Arbeit, die bei Jochen Wallstab in den bes-ten Händen waren.  Der Kiel musste zum Teil erneuert werden, hier war der „Holzwurm“ gefragt.

Das Boot war bereits außen von der alten Farbe befreit, aber musste noch grob geschliffen werden und dann im Nachgang mit feinem Sandpapier die nötige Glätte erhalten, die notwendig ist um einen guten Lackanstrich aufzubringen.

Die anderen beiden Boote mussten stark geschliffen werden, um die entstandenen Haarrisse verschwinden zu lassen. Das war innen und außen notwendig. Wenn auch das Boot außen mit einem elektrischen Schleifer bearbeitet werden konnte, so war im Innenraum ausschließlich Handarbeit gefordert. Die vielen sperrigen Ein-bauten zwangen uns dazu. 18 Paar Skulls waren ebenfalls in Arbeit, wurden stark angeschliffen, zum Teil auch bis auf das rohe Holz von Lack befreit, und danach wurde fein nachgeschliffen. Teilweise wurden auch Holzarbeiten ausgeführt, schadhafte Stellen geleimt, verspachtelt, geschliffen. An den ersten Tagen war die Beteiligung recht gut, wobei die Senioren der Diensttagsruderer zahlreich dabei waren. Hier sah man wieder, der alte Spruch bewahrheitet sich: „Viele Hände  machen bald ein Ende“.

Die Schleifarbeiten wurden mit viel Ausdauer und einer guten Gründlichkeit ausgeführt. Dann ging es ans Lackieren. Drei Anstriche waren nötig:

1 x Grundierung – schleifen - 1 x Voranstrich – schleifen und zum Schluss der Lackanstrich. Bei den Skulls mussten 1 x Grundanstrich – schleifen - 1 x Lackanstrich am Schaft gemacht werden, das Blatt 1 x vorstreichen – schleifen – 1 x Lackanstrich und zum Schluss dann am Blatthals wurde der grüne Ring aufgebracht. Hier sieht man einmal wie viele Arbeitsgänge eine Bootslackierung erfordern und auch bei den Skulls sind es immerhin 7 Arbeitsgänge. Eine zeitraubende Maßnahme, da ja bei den Lackierarbeiten immer die Trocknungszeit eingehalten werden muss. Bei den Booten ist das natürlich das gleiche.

Wie gesagt, die Resonanz und die Arbeitsdisziplin der Mitglieder waren gut. Zum Anfang war in und vor der Werkstatt ein ziemliches Gewusel und es wurde viel geschafft. Doch wie es überall so ist, der Wille zu helfen lässt schnell nach und so war es wie es immer ist, nach der Hälfte der erforderlichen Arbeit waren nur maximal  2 Sportfreunde übrig die die restlichen Arbeitsgänge ausführen mussten. Die Boote und Skulls mussten ja fertig werden. Und sie wurden auch fertig, mit Verzögerung zwar aber durch die Einsatzbereitschaft der Restbesatzung wurde es doch geschafft. Da ich die Oberleitung dieser Aktion hatte, möchte ich allen Sportfreunden die sich mehr oder weniger aktiv eingebracht haben, recht herzlich für ihren Einsatz danken. Ebenso vielen Dank den Mitgliedern die sich mit Geldspenden an dieser Aktion beteiligt haben.

18 Sportfreunde = 163 Stunden für 3 Boote reparieren und lackieren, einschließlich 17 Paar Skulls gründlich überholen. 
Materialeinsatz:  Lack 51 Euro + Kleinmaterial 10 Euro =  61 Euro für 3 Boote und 17 Paar Skulls.

Auch so kann man seine Zugehörigkeit und Interesse am Vereinsgeschehen bekunden.

 Besser geht es nicht   -   D A N K E !   E. Selle

 

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